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„Schule braucht Kontakt zur Realität“
Geschwister-Scholl-Realschule und Metabowerke gehen Bildungspartnerschaft ein
Der Auftrag einer Schule besteht in der Vermittlung von Bildung: Nach ihrer Schulzeit sollen die Schüler optimale Voraussetzungen haben, einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu finden. Um diese Voraussetzungen zu verbessern, haben die Metabowerke GmbH und die Geschwister-Scholl-Realschule eine Bildungspartnerschaft abgeschlossen.
VON ANNA HAACK
NÜRTINGEN. „Das ist mittlerweile die 35. Partnerschaft zwischen einer Schule und einem Wirtschaftsunternehmen im Landkreis Esslingen und die erste im Stadtgebiet Nürtingen“, lobte Ralf Lischke von der IHK die Entwicklung in der Region. Auch Schulleiter Helmut Kling zeigte sich „sehr erfreut“, dass seine Schüler in Zukunft von dem aktiven Austausch mit den Metabowerken profitieren können.
Ziel der Kooperation ist es, „einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der Schul- und Ausbildungsreife von Schülerinnen und Schülern zu leisten“ erklärte Lischke. So sollen sich die Jugendlichen ein individuelles Bild von den betrieblichen Abläufen und der Struktur in einem Unternehmen sowie von den Ausbildungsberufen machen können. In diesem Rahmen sollen Lehrer und Schüler das Unternehmen durch Betriebsführungen kennenlernen und Auszubildende berichten in Vorträgen von ihren persönlichen Erfahrungen. Aber auch verschiedene Praktika, Patenschaften zwischen Auszubildenden und Schülern sowie ein Bewerbungstraining sind vorgesehen.
„Schule braucht Kontakt zur Realität“, bekräftigte Kling den Nutzen der Kooperation. Es sei wichtig den Schülern zu vermitteln, dass es von der Schule zum Unternehmen nur ein kurzer Weg ist. Erfreulich wäre es natürlich, wenn an dessen Ende ein Ausbildungsvertrag stünde. Schließlich haben nicht nur die Schüler einen Gewinn von der Zusammenarbeit, sondern auch der Betrieb. Für die Metabowerke ist es von Vorteil, einen ersten Kontakt zu den möglichen Arbeitskräften von morgen aufnehmen zu können.
Zusätzlich stellte Lischke noch eine andere Option in Aussicht: „Die Kooperation kann auch über die Schülerschaft hinaus ausgedehnt werden.“ Beispielsweise könnten sich Lehrer und Personaler oder Mitarbeiter aus der Weiterbildung austauschen und sich gegenseitig wertvolle Hinweise geben.
Zum Schluss bot Markus Renner, Personalreferent bei Metabo, der Realschule noch Sachspenden, in Form von Maschinen, für den Technikunterricht an. Das begrüßte Konrektorin Mariela Herzog, da es hier einen großen Verschleiß gebe. Um den Formalitäten auch Taten folgen zu lassen, kündigte sich ihr Kollege Björn Gneiting, Leiter des Fachbereichs für Technik, sogleich mit seinen Neuntklässlern für die Betriebsbesichtigung an. Mustergültig, wenn diese Partnerschaft so viel Erfolg hat, wie sie verspricht.
Markus Renner, Rainer Heilemann, Ralf Litschke, Mariela Herzog, Björn Gneiting, Helmut Kling und Stefan Pratz (von links) nach dem erfolgreichen Abschluss der Partnerschaft. aha |